Was ist Mentoring?

Mentoring-Beziehungen sind das Kernstück des Mentoring-Prozesses und werden in vielen Bereichen von Institutionen und Organisationen als erfolgreiches Instrument zur Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Karrierezielen eingesetzt, so auch an Universitäten. Eine erfahrene Person unterstützt mit dessen Wissen Studierende während der Ausbildung ab der klinischen Phase und fördert durch die u. a. beratenden Tätigkeiten deren persönliche und berufliche Entwicklung1.

Dieses Mentoringprogramm orientiert sich bei der Definition des Begriffs Mentoring an den fünf Elementen bzw. Funktionen des Mentorings nach Maryann Jacobi2:
Eine Mentoring-Beziehung …

  1. … konzentriert sich auf Wissenserwerb.
  2. … besteht aus drei Komponenten:
    a. direkte Unterstützung zur Erreichung der Karriereziele
    b. Vorbildfunktion.
    c. emotionale Unterstützung
  3. … ist wechselseitig, sowohl Mentorinnen und Mentoren als auch Mentees leiten aus ihr emotionale oder konkrete Vorteile ab.
  4. … ist persönlich und besteht aus direkter Interaktion.
  5. … ist asymmetrisch und basiert auf der Erfahrung der Mentorin oder des Mentoren und deren Einfluss/Leistung innerhalb einer bestimmten Organisation.
1    Berk RA, Berg J, Mortimer R, Walton-Moss B, Yeo TP. Measuring the Effectiveness of Faculty Mentoring Relationships. Acad Med. 2005; 80:pp 66-71
2 Jacobi, Maryann (1991): Mentoring and undergraduate academic success. A Literature Review. Review of Educational Research, 61,pp 505-532